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Spitzkehre der Jurabahn

Spitzkehre chemin de fer du jura

Wie viele Regionen in der Schweiz, so hat auch der Jura eine eigene Bahngesellschaft. Auf schmaler Spur erschließt die Chemin de Fer du Jura die dünn besiedelte Region. Das Streckennetz spannt sich im Nordjura zwischen den Orten Glovelier, Tavannes und der Jura-Metropole La Chaux de Fonds.

Eine recht interessante, aber auch kuriose Streckenführung gibt es unmittelbar nach dem Startbahnhof bei Glovelier. Hier überwindet die Bahn auf kurzer Distanz 300 Höhenmeter. Neben den auch von anderen Bahnstrecken bekannten Kehrschleifen findet sich hier auch eine Spitzkehre. Ein Kuriosum im Eisenbahnbau, das nur dann zum Einsatz kommt, wenn kein Platz für Wendeschleifen vorhanden ist und dem Bauherr das Geld oder das Know-how zum Bau eines Kehrtunnels gefehlt hat.

Bei der Haltestelle Combe Tabeillon gibt es solch eine Spitzkehre. Der Lokführer muss an der Haltestelle die Lok verlassen, eine Weiche umstellen und am entgegengesetzten Führerstand des Zuges die Fahrt fortsetzen. Entgegen der bisherigen Fahrtrichtung geht die Reise weiter. Es ist also zwingend nötig, dass hier mit Triebwagen gefahren wird, die an beiden Enden über Führerstände verfügen.

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass sich auch die SBB für die Überwindung des Jurasüdfußes des Kunstkniffs mit der Spitzkehre bedient hat. Fährt man von Neuenburg hinauf nach La Chaux des Fonds so gibt es bei der Station Chambrelien ebenfalls eine Spitzkehre.

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