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Neuenburger See – Lac de Neuchâtel

Neuenburger See – Lac de Neuchâtel mit dem Fahrrad

Größter See der Schweiz

Neuenburger See, Lac de Neuchâtel

Der Neuenburger See darf sich stolz und ohne Bescheidenheit als größter See der Schweiz bezeichnen – mit der kleinen Einschränkung dass die beiden Grenzseen Lac Léman (Genfer See) und Bodensee ihr Wasser jeweils mit den Nachbarn Frankreich, Deutschland und Österreich teilen müssen. Also schmückt sich der Neuenburger See zu recht mit dem Titel „größter See der Schweiz“. Er ist einer der berühmten Drei-Seen, zu denen auch noch der Bieler See und der Murtensee gehören.

Fahrradtour am Neuenburger See – Nordufer

Beginnend mit dem Zihlkanal führt eine Radtour entlang des Nordufers des Neuenburger Sees bis nach Yverdon les Bains. Man könnte diese Fahrradtour genauso gut als Tour entlang des Jura Südfusses bezeichnen, denn unmittelbar an der Uferlinie beginnt das Gelände zum Jura hoch zu steigen. Dies hat natürlich auch Konsequenzen für das Höhenprofil dieser Fahrradtour, die nicht nur in direktem Blickkontakt zur Wasserfläche bleibt sondern während einiger Kilometer hoch oben durch die Weinberge führt.

In St.Blaise hat man durchaus die Möglichkeit ab und an das Seeufer zu erreichen und diesem, teilweise auf Fußgängerwegen, auch zu folgen.

Neuenburg / Neuchâtel

Die dem See ihren Namen gebende Stadt Neuenburg wird bald erreicht und man folgt unmittelbar der Uferpromenade. Entlang der einzigsten noch verbliebenen Straßenbahnlinie von Neuenburg fährt man aus der Stadt hinaus. Würzige Tabakaromen liegen in der Luft, wenn man das große Werk von Philipp Morris passiert.

Durch die Weinberge hoch über dem Neuenburger See

Bei Colombier verlässt die ausgeschilderte Fahrradroute das Seeufer, quert die Areuse und stößt am Hafen Petit Cortaillod nochmals an den Neuenburger See. Hier wäre auch eine geeignete Möglichkeit für eine Einkehr in Seenähe. Ein paar schöne Kilometer führt die Route nun entlang zwischen See und Weinbergen um danach nach Bevaix hinauf zu steigen.

Jetzt bleibt man oberhalb der Weinberge, immer wieder gibt es schöne Aussichten auf den See, dessen Dimension von hier oben erahnbar wird. Ist das Wetter gut und die Luft klar, kann problemlos die  Bergriesen im Berner Oberland erkennen. 

Wieder am Seeufer

In Concise erreicht man wieder die Seenähe und der Weg führt jetzt ziemlich eben bis nach Yverdon les Bains. 

Yverdon les Bains

Östlich des Seezuflußes La Thièle gibt es Feizeit- und Sportinfrastuktureinrichtungen in direkter Seenähe. Im Zentrum gibt es eine Fußgängerzone mit dem typischen Geschäftemix und einen schöne Platz zwischen Kirche und Schloß mit diverser Außengastronomie.

Fahrradtour am Neuenburger See – Südufer

Das Südufer des Neuenburger Sees ist geprägt durch das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie, dass sich, mit Unterbrechungen, über die gesamte Länge als Schilf- und Auenwaldgürtel hinzieht, der jedoch an dieser Stelle erst im Zuge der Juragewässerkorrektur entstanden ist. Dafür sind allerdings an anderen Stellen in deutlich größerem Umfang ökologisch wertvolle Feuchtgebiete verschwunden (das war eines der Ziele der Juragewässerkorrektur). Die Unterbrechungen von Grande Cariçaie  beruhen in Campingplätzen, Yachthäfen und langen Piers und Molen, die den See für die Menschen wenigstens punktuell erlebbar machen.

Estavayer le lac – die Stadt am Südufer

Wege am Südufer 

Zwischen Estavayer-le-Lac und dem Canal de la Broye verlaufen die ausgeschilderten Radrouten oberhalb der Klifflinie und somit abseits des Neuenburger Sees. Es gibt aber auch Wanderwege die durch den Auenwald und Schilfgürtel führen. Auf den meisten Abschnitten werden Radfahrer offiziell geduldet, wobei auch bemerkt werden muss, dass die Wege, die oft kilometerweit ohne Abwechslung durch das Holz führen, für Wanderer und Spaziergänger nicht allzu attraktiv sind. Zwischen den breiten Wegen und dem See befinden sich ungezählte Privatgrundstücke – Zugang zum See selbstverständlich nicht erlaubt. 

Canal de la Broye zwischen Murtensee und Neuenburger See

Zugang zum See

Will man den See sehen, will man gar ins Wasser gehen, so bestehen trotz „privatem“ Naturschutz auf den Ferienhausgrundstücken einige recht attraktive Möglichkeiten. Im Auenwald finden sich, recht rar allerdings, einzelne öffentliche Parzellen mit Strand. In den Seegemeinden gibt es meist eine mehr oder weniger lange Mole, die den Seebrücken gleich, weit hinaus in den Neuenburger See führt. Die Molen bieten Wasserzugang für Badegäste, Schutz für die mondänen Yachthäfen und eine Anlegestelle für die Neuenburger See Schifffahrt.

Privater Naturschutz am Neuenburger See

Zum Thema „privater“ Naturschutz am Ufer des Neuenburger Sees im Naturschutzgebiet Grande Cariçaie gibt es einen lesenswerten Artikel in der Neuen Züricher Zeitung 

Neuenburger See, Lac de Neuchâtel

https://www.nzz.ch/schweiz/am-neuenburgersee-sollen-chalets-im-namen-des-naturschutzes-abgebrochen-werden-seit-40-jahren-wird-deswegen-gestritten-ld.1670304

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