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Lugano – Zentrum im Sottoceneri

Lugano, die Finanz- und Tourismus Metropole im Tessin 

Zwar ist Lugano die größte Stadt im Tessin, aber Kantonshauptstadt ist Bellinzona. Dafür zieht Lugano in verstärktem Maße das Geld der Restschweizer und der internationalen Kapitalisten an. Renommierte Banken haben hier eine Dependance, an deren Bau namhafte Architekten mit ihrem Stil gezeichnet haben. Touristisch betrachtet ist Lugano das Einfallstor für den Luganersee mit seinen Dörfern und den angrenzenden Bergregionen – eine Region für die Begriffe wie Sottoceneri und Luganese zur direkten Lokalisierung genutzt werden.

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Lugano am Luganersee

Übrigens: Sottoceneri steht für das Gebiet unterhalb (also südlcih) des Monte Ceneri. Dieser befindet sich übrigens über dem Tunnel der Autobahn zwischen Bellinzona und Lugano.

Die Lage von Lugano 

Die Stadt Lugano ist räumlich eingezwängt zwischen dem See und den Bergen, die mit den beiden Hausbergen Monte Bre und Monte Salvatore zwei weithin sichtbare Landmarken setzen. 

Auto- und Fahrradfahrer in Lugano 

Dieser topografische Rahmen bedingt ein paar Nachteile – für die Radfahrer genau so wie für die Autofahrer.

Die Straßen sind ziemlich überlastet, zügiges Vorwärtskommen mit dem Auto ist Utopie, genauso wie die Vorstellung dass es Parkplätze gibt. 

Für den Fahrradfahrer geht es eigentlich fast immer bergauf und bergab, außer auf einigen Straßen, welche die Seeuferdestinationen miteinander verbinden. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb dem Fahrradverkehr im Luganese bisher nicht arg viel Raum und Präsenz gewährt wurde. Fahrradwege und -spuren findet man zwar hin und wieder, aber diese sind selten überlegt noch bilden sie ein zusammenhängendes Netz. Einmal mit dem Fahrrad quer durch Lugano  ist durchaus mit einem Hauch von Abenteuer verbunden. 

Steile Altstadt von Lugano

Lugano, ein bisschen Altstadt darf schon sein, denn immerhin schmiegt sich der historische Kern an den Hang zwischen Bahnhof und See. Die ebenen Gassen sind begleitet von Arkardengängen, die bei Hitze Schatten und bei Regen Trockenheit zum Bummeln gewähren.

Bummelt man vom Bahnhof nach unten, kommt man an der Kathedrale vorbei. Ein Zwischenstopp zum Besuch lohnt. Bergab ist und bleibt der Weg steil. Eine Alternative ist die Standseilbahn, die das kurze Stück zwischen Bahnhof und Altstadtzentrum überwindet (auch bergauf eine interessante Alternative, vor allem wenn man ein Tagesticket für den Verkehrsverbund besitzt und nicht extra bezahlen muss). An der Talstation und den angrenzenden Gassen brummt das touristische und kommunale Leben. Zum Rathausplatz ist es nur ein kurzes Stück und nach Durchquerung des Rathausinnenhofs steht man an der Uferpromenade und einer Anlegestelle der Sozietà Navigazione del Lago di Lugano. 

Lugano am gleichnamigen Luganersee

Entlang der halbkreisförmigen Bucht von Lugano kann man in beide Richtungen bummeln. Eigentlich ganz schön, nur befindet sich die Promenade mal mehr, mal weniger eingezwängt zwischen See und Hauptuferstraße, die verkehrsreich ist. Trotzdem, am See ist es schön und Richtung Osten erreicht man auch bald einen größeren Park (Parco Civico). Weitet man den Spaziergang aus, so kommt man im Osten zum Monte Bre und im Süden zum Monte Salvatore. Beide Berge sind touristisch erschlossen und laden zum Besuch ein.

Kulturelle Vielfalt in Lugano

In einer Stadt wie Lugano gibt es natürlich viel zu entdecken und Konsumtempel jeglicher Art warten auf den zahlungsfreudigen Besucher. Eine Erwähnung verdient sicher das städtische Kunstmuseum direkt an der Uferpromenade mit spannenden Wechselausstellungen. Neben den historischen Fassaden im Stadtzentrum stechen auch immer wieder moderne Fassaden ins Auge. Der berühmte Tessiner Architekt Mario Botta zeigt sich für den eher funktional nüchternen Busbahnhof verantwortlich – die Drehscheibe für die innerstädtischen Stadtbusse.

Busbahnhof von Mario Botta in Lugano
Busbahnhof von Mario Botta in Lugano

Die Postbusse hingegen, die das nähere Umland erschließen haben einen eigenen Busbahnhof, ca. 100 Meter entfernt in einer voluminösen Tiefgarage (Autosilo Balestra). Mit den gelben Postbussen kommt man auch in den Villenvorort Montagnola, in dem Hermann Hesse über 40 Jahre bis zu seinem Tod gelebt hat. Dort, 200 Höhenmeter über dem Luganersee gibt es ein kleines Museum und ein Hesse-Spazierweg, der zu verschiedenen Stationen seines Lebens in Montagnola und zu seinem Grab führt.

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Nostalgische Entdeckungen beim Bummel durch Lugano

Fahrradtouren in der Nähe von Lugano 

Wie schon erwähnt, ist das Luganese bergig. Wenn man die Höhenmeter nicht scheut sind aber durchaus schöne und abwechslungsreiche Touren möglich.

Montagnola Hermann Hesse Fahrradtour

Fahrradtour über die Ceresio Halbinsel auf den Spuren von Hermann Hesse 

Malcantone Fahrradtour

Fahrradtour durch das Malcantone 

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