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Jungfraujoch – das Spiel mit dem Wetter

Jungfraujoch – das Spiel mit dem Wetter

Zwei Dinge gleich einmal vorneweg:

  1. Die Fahrt hinauf auf das Jungfraujoch ist eine einmalige und tolle Sache.
  2. Den nicht geringen Fahrpreis sollte man nur investieren, wenn man weit und breit keine Wölkchen rund um Jungfrau, Mönch und Eiger sieht.

Als wir die Fahrt hinauf antraten, war der Himmel überwiegend blau, mit ein paar weißen Tupfen. Schon einmal haben wir aufgrund schlechten Wetters auf die Fahrt verzichtet. Dieses Mal waren die Vorzeichen gut – dachten wir.

Die Reise beginnt am Bahnhof Interlaken-Ost. Hier endet die Normalspur und somit auch der ICE, der direkt aus Deutschland bis hierher fährt.

Los geht es mit den langen Kombizügen der Berner Oberland Bahn durchs Lütschinental. Ein Teil des Zugs fährt hinauf nach Grindelwald, der andere weiter im Tal bis nach Lauterbrunnen.

  

Hier heißt es umsteigen auf die kleinen Züge der Wengener Alp Bahn. Diese fahren bis zur kleinen Scheidegg. Neben den fahrplanmäßigen Zügen sind auch viele Sonderzüge für Reisegruppen unterwegs.

    

Auf der kleinen Scheidegg steigt man in die Jungfraubahn um. Auch bei ihr gibt es die fahplanmäßigen Züge und viele,viele Sonderzüge für die überweigend asiatischen Reisegruppen. Die Jungfraubahn fährt nun hinauf bis zum Jungfaujoch (3466 Meter). Allerdings findet der größte Teil der Fahrt im Tunnel statt. Zwar eine beeindruckende Ingenieursleistung, aber optisch nicht ganz so attraktiv. Bei der Bergfahrt hält die Bahn deshalb zweimal an. Bei der Station Eismeer hat man einen Blick auf den Ischmeer Gletscher zwischen Eiger Mönch und Fiescherhorn – eine ganz schöne Abwechslung, genauso wie der Blick aus der Eiger-Nordwand hinab nach Grindelwald.

Auf dem Jungfraujoch gilt es zunächst einmal die Aussicht zu genießen, sofern das Wetter dies noch zulässt, denn seit dem Start in Interlaken sind inzwischen zwei Stunden vergangen. Nach dem Blick Richtung Interlaken und dem Blick auf den Aletschgletscher kann man noch allerhand tun. Hinabsteigen,direkt auf den Alteschgletscher und eine Schneeballschlacht machen. Es gibt einen Rundgang durch eine Eishöhle (künstlich ausgehölt) und einen Rundgang zur Geschichte Jungfraubahn. Alles sehr interessant, doch wenn Wolken um die Aussichtsterrasse wabern fehlt ein entscheidendes Moment.

Von daher sollte man eine Jungfraufahrt nie mit einer Reisegruppe in Angriff nehmen, auch wenn dann vieles organisiert ist und man sich um nichts kümmern muss. Als Individualreisender hat man hingegen jederzeit die Möglichkeit sich dem Wetter anzupassen und die Fahrt zu verschieben.

Noch ein Tipp: auf jeden Fall warme Kleidung mitnehmen, denn oben ist Winter!!!

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