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Glacier-Express

Glacier Express – langsamster Schnellzug oder eine interessante Radreiese

Der Glacier Express ist wohl der berühmteste Panoramazug der Alpen. Er fährt vom mondänen St. Moritz bis nach Zermatt am Fuße des Matterhorns.

Folgt man dem Schienenstrang mit dem Fahrrad, so ergeben sich viele Möglichkeiten für faszinierenden Tagestouren, die mehr oder weniger längs des Alpenhauptkamms entlang führen. Man kann die Strecke aber auch als Mehrtagestour planen und bei Bedarf einzelne Passagen mit den Zügen der Rhätischen Bahn oder der Matterhorn-Gotthard Bahn überwinden.

Start ist in St. Moritz im Engadin. Schon bald geht es über den Albulapass und man fährt entlang der rhätischen Bahn, auf einem Streckenabschnitt, der es aufgrund seiner Kehrtunnels und Viadukte, ja aufgrund seiner spektakulären Bauweise als reine Adhäsionsbahn sogar in die Weltkulturerbeliste der UNESCO geschafft hat. Ein Highlight ist sicher das Landwasserviadukt mit dem anschließenden Tunnel bei der Ortschaft Filisur.

Mit dem Fahrrad nicht ganz ideal zu fahren ist die Passage zwischen Tiefencastel und Thussis, da es nur die Hauptstraße gibt und diese durch mehrere längere Tunnel führt (für diese Passage bietet sich ein Umstieg in die Bahn an).

Bei Reichenau fließen der Vorderrhein und Hinterrhein zusammen in ein Bett . Die Reise geht nun durch die Ruinalta, jene spektakuläre Schlucht, die sich der Vorderrhein durch einen riesigen Bergsturz zu Füßen der Flimser Berge gegraben hat. Auch diese Passage fährt man am besten mit der Bahn, wobei man aber unbedingt an der Station Versam-Safien eine Pause einplanen sollte.

Durch die Surselva, vorbei am imposanten Benediktinerkloster in Disentis geht es hinauf zum Oberalppass. 

Und schon sind wir im Zentrum der Schweiz, in Andermatt am Gotthardmassiv. Die Route folgt jedoch nicht den Hauptverkehrsströmen von Norden nach Süden über den Gotthard, sondern es geht weiter westwärts, hinauf auf den Furkapass. Die Bahn fährt ganzjährig durch den Furkabasistunnel und im Sommer geht es eine Etage höher mit der Museumsbahn durch den Furkascheiteltunnel. Von der Passhöhe des Furkapasses schweift der Blick erstmals hinüber zu den Viertausender des Wallis. Vorbei am schwindenden Rhonegletscher gelangt man ins Obergoms.

Das Wallis ist, wie manch anderer Kanton in der Schweiz auch zweisprachig und das Goms gehört zum deutschsprachigen Teil. Und so ist die Rhone eben nicht die Rhone, sondern die Rotten. Deutschsprachig ist auch Brigg, die erste große Stadt im Tal.

Bei Visp heißt es Abschied nehmen von der Rotten, und entlang der Vispa und Matter geht es nun hinauf bis Zermatt. Zermatt ein bis vor 150 Jahren verschlafenes Bergdorf, dass sich seit der Erstbesteigung des Matterhorns zum internationalen Touristenhotspot entwickelt hat.

Den Bergenuss auf die Höhe treibt man, wenn man mit der Gornergratbahn hinauf zum 3135 Meter hoch gelegenen Gornergrat fährt. Toll ist der spektakuläre Blick aufs Matterhorn, dem man quasi vis a vis auf Augenhöhe gegenüber steht.

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