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VerticAlp – außergewöhnliche Bahn- und Radtour im Wallis

VerticAlp – Reise durch Raum und Zeit

Primär stehen drei Dimensionen für die Reise durch den Raum zur Verfügung. Der Name VerticAlp deutet es schon an, es geht hier weniger um die Distanz, als vielmehr um die Höhe die überwunden wird. Nimmt man zu den drei Bahnen der VerticAlp auch noch die Anreise mit dem Mont-Blanc Express hinzu, mag auch die Betrachtung der vierten Dimension zu Recht gegeben sein. 

Anfahrt zu den VerticAlp Bahnen

Die rotweißen Züge starten im Rhonetal in Martigny, eine Industrieregion mit Autobahn, Fernverkehrszügen und allen Segnungen der modernen Zeit. Doch gleich nach Vernayaz klettert die Bahn an der Zahnstange hinauf in eine Welt aus längst vergangenen Tagen. Abgeschiedene Dörfer wie Salvan, Les Marécottes oder La Médettax und Le Trétien scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. In Le Châtelard endet für uns die Zugfahrt, während die Bahn, vollbesetzt mit Reisenden weiter nach Frankreich bis Chamonix fährt.

Jetzt sind wir am eigentlichen Startort der VerticAlp Bahnen. Nur wenige Meter sind es vom Bahnhof bis zur Talstation der Standseilbahn. Eine extrem steile Standseilbahn. Da gehört ein gewisses Maß Schwindelfreiheit dazu, wenn man am Drahtseil nach oben gezogen wird und sich vor einem nur gähnender Abgrund ohne Bodensicht auftut. 

Vertic Alp
Die Schmalspurbahn ist ein Highlight der VerticAlp Bahnen

Angekommen in Les Montuires steigt man um in ein Schmalspurbähnchen, das sich von dem Dimensionen auch gut als Parkbahn machen würde. Auf ebenem Parcours zuckelt es um viele Kurven und einige Tunnels zur Staumauer. Dabei hat man fantastische Blicke auf die Bergwelt. Tipp für Fotografen: im letzten Wagon auf der linken Seite sitzen. 

Am Fuße der Staumauer heißt es nochmals umsteigen. In den kubischen Kabinen einer Ministandseilbahn geht es nochmals 100 Meter hinauf. Und jetzt sind wir inmitten einer großartigen Bergwelt auf fast 2000 Meter Höhe. Diverse Wanderrungen bieten sich an, Spaziergänger überqueren zu mindestens einmal die Staumauer.

VerticAlp
steil geht es nach oben zur Staumauer

Weniger spektakulär ist die Anreise mit PKW oder Bus, denn von Finhaut aus führt eine gut ausgebaute Straße herauf. 

VerticAlp mit dem Fahrrad

Empfehlung für Genussradfahrer: auf allen vier Bahnen der VerticAlp kann das Fahrrad mitgenommen werden. Vom Stausee kann man rund vierzig Kilometer zurück nach Martigny fahren. Zwar ziemlich viel bergab, aber um den Col de la Forclaz zu überwinden muss man knappe 500 Höhenmeter nach oben strampeln. Tolle Ausblicke bei der Abfahrt ins Rhonetal lohnen die Anstrengung auf jeden Fall.

Col de la Forclaz
Am Col de la Forclaz
Martigny Rhonetal
Im Rhonetal liegt Martigny
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Das Logbuch von Dietmar Hermanutz